Große Resonanz auf Spendenaktion für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Staßfurt, der Stadtwerke Staßfurt GmbH, der Wohnungs- und Baugesellschaft mbH, des Stadtpflegebetriebs Staßfurt und des DRK Staßfurt vom 17.03.2022

Was wird jetzt noch benötigt? Wer kann wie helfen?

 

In Kürze:
+++ Spendenannahme ab sofort nach telefonischer Abstimmung +++ Crowdfunding-Aktion gestartet +++ Möblierte Wohnungen von Privat sowie Angebote von Pensionen oder Ferienzimmern gesucht +++ Wer kann übersetzen? +++ Wichtig: individuell untergebrachte Flüchtlinge unbedingt anmelden +++

 

Die gemeinsame Spendenaktion der Stadt Staßfurt, der Stadtwerke, der Wobau, des Stadtpflegebetriebs und des DRK Staßfurt ist auf große Resonanz gestoßen.

„Die Anteilnahme und Spendenbereitschaft der Staßfurter Bevölkerung war überwältigend“, sagt Oberbürgermeister Sven Wagner und richtet im Namen aller Partner ein großes Dankeschön an die Spender*innen.

Mittlerweile sind Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen eingerichtet bzw. möblierte Wohnungen von Privatpersonen und der Lebenshilfe Bördeland zur Verfügung gestellt worden. 56 Menschen aus der Ukraine sind bereits in Staßfurt angekommen.

Das städtische Organisationsteam informiert nachfolgend über aktuelle Zwischenstände und Aufrufe.

 

Sachspenden für Wohnungsausstattungen in Staßfurt

Da die Wohnungsausstattungen mit Kleinutensilien inzwischen so gut wie vollständig sind, endet die öffentliche Annahme von Sachspenden in der ehemaligen Merkewitzhalle vorerst am kommenden Freitag, 18. März 2022. Die weitere Annahme und Abholung von Möbel- und Gerätespenden wird künftig ausschließlich nach vorheriger telefonischer Absprache organisiert. Die Mitarbeiter sind unter der Hotline 03925/981981 erreichbar.

Dringend benötigt werden nun noch:

- Küchen, Miniküchen, Spülschränke
- Kühlschränke, Elektroherde, Waschmaschinen
- Großmöbel wie Schränke, Doppelbetten, Einzelbetten

 

Sachspenden für die humanitäre Hilfe im Kriegsgebiet

Großzügig und äußerst hilfsbereit zeigten sich die Staßfurter*innen auch bezüglich der Sachspenden für die humanitären Hilfsgüter, die in das Kriegsgebiet gefahren werden. So sind unter anderem viele haltbare Lebensmittel, Konserven, warme Kleidung, Medikamente, Hygieneartikel und Decken abgegeben worden. Weil inzwischen ausreichend vorhanden ist, wird die Annahme dieser Hilfsgüter vorerst gestoppt.

Die Artikel werden jetzt verpackt und für den Weitertransport vorbereitet.

 

Lebensmittelspenden bei der Tafel abgeben

Die Staßfurter Tafel sammelt unterdessen Lebensmittelspenden (besonders H-Milch, Gemüsekonserven, Nudeln, allgemein haltbare Lebensmittel sowie Obst und Gemüse) zur Versorgung der Flüchtlinge vor Ort. Die Annahme findet zu den üblichen Öffnungszeiten in den Räumen der Tafel in der Steinstraße 33 statt. Die Flüchtenden können sich die Lebensmittel unter Vorlage ihres Passes/Ausweises in der Tafel unkompliziert abholen.

 

Geldspenden

Bürger*innen und Firmen, die mit einer Geldspende die Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine unterstützen möchten, nutzen bitte folgende Bankverbindung:

Salzlandsparkasse: IBAN DE30 8005 5500 3021 1008 80

Kontoinhaber: Stadt Staßfurt

Verwendungszweck: Spende Ukraine

Die finanziellen Mittel werden für die in Staßfurt ankommenden Bürger*innen aus der Ukraine verwendet. Spendenquittungen werden ausgestellt. Dafür bitte die Adresse angeben.

Bislang sind circa 600 Euro auf das Spendenkonto eingegangen.

 

Crowdfunding-Aktion gestartet

Am 15. März haben die Stadtwerke Staßfurt eine gemeinsame Crowdfunding-Aktion gestartet. Das ist eine moderne Form der Spendensammlung, die über das Internet funktioniert – mit Bezahlfunktionen wie beispielsweise Kreditkarte oder Lastschrift. Der Link dazu lautet:

https://www.kommunales-crowdfunding.de/stassfurthilft

Verlinkt ist die Aktion auch auf den Internetseiten und Social-Media-Auftritten der städtischen Partner. Ziel ist es, bis Ende März 10.000 Euro zu sammeln. Auch dieses Geld wird ausschließlich dafür verwendet, den Schutzsuchenden hier in Staßfurt einen guten Start zu ermöglichen, die Wohnungen auszustatten und das Nötigste zu besorgen.

 

Möblierte Wohnungen bzw. Pensionszimmer gesucht

Private Vermieter oder Betreiber von Beherbergungsbetrieben, die möblierte Wohnungen, Pensionszimmer oder Ferienwohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung stellen können, werden ebenfalls gebeten, sich bei der Stadt Staßfurt unter der Hotline 03925/981981 zu melden. Die Mitarbeiter vermitteln dann zwischen den Geflüchteten bzw. dem Salzlandkreis und den Privatleuten.

 

Wer kann dolmetschen und Nachbarschaftshilfe leisten?

Zur besseren Verständigung werden zudem freiwillige Bürger*innen gesucht, die die ukrainische bzw. russische Sprache beherrschen und bei Übersetzungen unterstützen können. Interessierte melden sich bitte unter der Hotline 03925/981981.

Wer gern in Löderburg, Atzendorf, Förderstedt, Neundorf, Hohenerxleben oder Löbnitz Nachbarschaftshilfe für die Geflüchteten leisten möchte (Hilfe beim Einkauf, Behördengang, Arztbesuch etc.), kann sich ebenfalls unter der Hotline melden.

 

Privat untergebrachte Flüchtlinge bitte unbedingt anmelden

Die Stadt Staßfurt bittet alle Bürger*innen, die im Moment privat Flüchtlinge aus der Ukraine bei sich untergebracht haben, diese Personen schnellstmöglich informativ und behördlich bei der Stadt Staßfurt anzumelden.

Die informatorische Meldung kann ganz unbürokratisch telefonisch unter 03925/981206 oder per E-Mail an sylvia.goetze@stassfurt.de erfolgen.

Für die ebenfalls notwendige behördliche Anmeldung im Einwohnermeldeamt der Stadt Staßfurt ist die Vereinbarung eines Termins unter der Rufnummer 03925/981191 nötig.

Hintergrund ist die Tatsache, dass ab dieser Woche die Zuweisung von Flüchtlingen aus der Ukraine über Bund und Länder erfolgen wird und alle bisher nicht registrierten bzw. gemeldeten Personen nicht mit angerechnet werden.

Falls privat Untergebrachte in naher Zukunft Wohnraum über die Stadt benötigen sollten, kann dies nur erfolgen, wenn der Stadt bekannt ist, wie viele Personen sich im Moment in der Stadt aufhalten.

Letzte Änderung am 17.03.2022, 15:57 Uhr

© Janine Sparmann

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