Energieregion Staßfurt

 
Im Jahr 2018 unterzeichneten die Stadt Staßfurt, die Stadtwerke Staßfurt, Erdgas Mittelsachsen und die MVV AG (Betreiber der Biomethananlage Staßfurt) eine Kooperationsvereinbarung im Rahmen der „Energieregion Staßfurt“, um dieses wichtige Thema als Forschungsprojekt zusammen mit dem Fraunhofer Institut IFF aus Magdeburg zu untersuchen und umzusetzen. Aus dem in den 6 neuen WKA erzeugten „Windstrom“ soll in einer Elektrolyse-Anlage grüner Wasserstoff und später ggf. so genanntes grünes Gas (also „Windgas“) produziert werden und am Standort nutzbar gemacht werden, ggf. kann es auch in das Erdgasnetz eingespeist werden. Dieses Gas kann zur Wärmeversorgung von Wohnungen und anderen öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmhalle und Sporthallen genutzt werden, bzw. können Busse, LKW und PKW grünen Wasserstoff statt Diesel und Benzin tanken. Auch stofflich kann der grüne Wasserstoff in der Industrie genutzt werden.

Um die Leuchtturmwirkung des innovativen Projektes für Sachsen-Anhalt zu untermauern, wurde das Projekt Vertretern aus dem Ministerium für  Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt  und dem Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt in mehreren Sitzungen vorgestellt. Eine langfristige Begleitung und Unterstützung durch das Land Sachsen-Anhalt wurde zugesichert, Fördermittel zur Umsetzung des Forschungsthemas bereits bewilligt und das Projekt als wichtige Initiative im Land in den aktuellen Koalitionsvertrag der Regierungsparteien verankert.

Das Max-Planck-Institut aus Magdeburg wurde als zweiter wissenschaftlicher Partner gewonnen, welches hier auf dem Gebiet der Grundlagenforschung involviert ist. Weiterhin entwickelt sich aktuell aus der „Energieregion Staßfurt“ die regionale „Wasserstoffregion Salzlandkreis“, bei der der produzierte grüne Wasserstoff im Busverkehr und beim Betrieb von Müllfahrzeugen eingesetzt werden soll. Über den Ansatz sowie den aktuellen Projektstand informierten sich bereits im Herbst Vertreter des US amerikanischen Generalkonsulats. Dem folgte ein reger Austausch mit einer Stadt in Kalifornien, die ebenso Vorreiter in der Nutzung von grünem Wasserstoff ist.