Staßfurt will mit grünem Wasserstoff energieautark werden

Durch Zukunftsprojekt „Energieregion“ zur Unabhängigkeit

In Staßfurt entsteht die grüne Energiezukunft. Dort gestaltet die Energieregion Staßfurt, ein Zusammenschluss aus der Stadt Staßfurt, den Stadtwerken Staßfurt, der Erdgas
Mittelsachsen und des Energieunternehmens MVV, gemeinsam mit der H2-Region Salzlandkreis die Energiewende. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom
Magdeburger Fraunhofer-Institut IFF sowie dem Max-Planck-Institut aus Magdeburg.

Im Rahmen des Projekts „Energieregion Staßfurt“ soll zukünftig aus grünem Strom Wasserstoff erzeugt werden, der unter anderem als alternative Antriebstechnologie für
Busse, Autos und LKWs genutzt werden kann. Die Energieregion Staßfurt und die H2-Region Salzlandkreis wollen so zu einer der ersten Wasserstoff-Modellregionen im
ländlichen Raum der neuen Bundesländer werden.

„Mit der Energieregion Staßfurt wollen wir einen nachhaltigen und möglichst energieautarken Wirtschaftsstandort der Zukunft schaffen“, erklärt Oberbürgermeister Sven Wagner und ergänzt: „Dadurch können wir Stück für Stück vom Energiemarkt und äußeren Einflüssen unabhängig werden. Dieses Thema ist aktueller denn je. Die steigenden Energie- und Kraftstoffpreise zeigen, wie wichtig es ist, sich schnellstmöglich auf eine autarke und nachhaltige Energieversorgung vorzubereiten.“

Nach dem Motto „Energie aus der Region für die Region“ soll der mit grünen Energien produzierte Wasserstoff im ersten Schritt für die Betankung von Linienbussen im öffentlichen Personennahverkehr sowie von Abfallsammelfahrzeugen eingesetzt werden. Zur Verteilung des Wasserstoffs sind eine oder mehrere regionale Wasserstoff-Tankstellen geplant. Damit erhalten perspektivisch auch Unternehmen, umliegende Landkreise sowie Privatpersonen Zugang zur Wasserstoffbereitstellung in der Region. Außerdem können Überschussmengen in das lokale Erdgasnetz eingespeist werden. Für die wissenschaftliche Begleitung und Umsetzung entstehen der Stadt Staßfurt keine Kosten. Das Projekt wird über Fördermittel des Landes und Mitteln der gewerblichen Projektpartner finanziert.

 

 

Letzte Änderung am 25.03.2022, 11:54 Uhr

© Janine Sparmann

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