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Handlungsbedarf im Haus I

Organisatorische Maßnahmen nötig

Die Salzstadt Staßfurt bereitet derzeit organisatorische Maßnahmen für den Verwaltungsbetrieb im Verwaltungshaus I in der Steinstraße 19 vor. Hintergrund sind die Ergebnisse einer turnusmäßigen Brandsicherheitsschau vom 23. Juni 2026. Dabei wurden brandschutztechnische Mängel festgestellt, die teilweise kurzfristig behoben werden können, teilweise jedoch umfangreichere Maßnahmen erforderlich machen. Betroffen sind nach derzeitigem Stand insbesondere Bereiche des ersten und zweiten Obergeschosses.

Bis zur Beseitigung dieser Mängel wird das Bauordnungsamt voraussichtlich die Nutzung einzelner Bereiche der Obergeschosse untersagen. Die Salzstadt Staßfurt bereitet sich bereits auf diese Situation vor und arbeitet an Lösungen, um den Dienstbetrieb und die Erreichbarkeit der Verwaltung weiterhin sicherzustellen.

Derzeit sind im Verwaltungshaus I die Fachdienste Ordnung und Sicherheit, Stadtsanierung und Bauen sowie Planung, Umwelt und Liegenschaften untergebracht. Aktuell wird geprüft, welche Liegenschaften für eine vorübergehende Unterbringung genutzt werden können. Hierbei werden sowohl eigene Gebäude, beispielsweise das ehemalige Rathaus in Förderstedt, als auch die Anmietung geeigneter Büroflächen betrachtet. Konkrete Entscheidungen hierzu stehen derzeit noch aus.

Die aktuelle brandschutzrechtliche Bewertung ist unabhängig von den bereits seit mehreren Jahren bekannten statischen Gegebenheiten des Gebäudes zu betrachten.

Das Gebäude wurde um 1903 als Hotel errichtet und wird seit vielen Jahrzehnten als Verwaltungsgebäude genutzt. Bereits im Jahr 2017 wurde der Stadtrat über statische Auffälligkeiten informiert. Untersuchungen hatten ergeben, dass sich tragende Bauteile und Deckenkonstruktionen im Bereich der Obergeschosse verformt hatten. Die daraufhin erforderlichen Sicherungsmaßnahmen wurden nach Begutachtung durch einen Statiker und einen Prüfstatiker umgesetzt. Hierzu gehörten unter anderem Abstützungen im Bereich des Erdgeschosses.

Bereits damals wurden die Kosten für eine denkmalgerechte und barrierefreie Gesamtsanierung auf rund 2,78 Millionen Euro geschätzt. Unter Berücksichtigung der zwischenzeitlichen Baupreisentwicklung würden diese nach heutiger überschlägiger Berechnung bei etwa 5,5 Millionen Euro liegen.

Über die langfristige Zukunft des Verwaltungsstandortes Steinstraße 19 wird die Salzstadt Staßfurt gemeinsam mit den politischen Gremien beraten, sobald belastbare Grundlagen zu Umfang, Kosten und möglichen Handlungsoptionen vorliegen.

Die Salzstadt Staßfurt wird über organisatorische Änderungen und mögliche Auswirkungen auf den Verwaltungsbetrieb rechtzeitig informieren. Ziel ist es, die Erreichbarkeit und Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter auch während der notwendigen Maßnahmen so umfassend wie möglich aufrechtzuerhalten.