Digitalisierung an den Grundschulen

Oberbürgermeister Sven Wagner hat sich kürzlich in der Grundschule Ludwig Uhland über den Einsatz der neuen Tablets informiert. Seit Ende Februar verfügen alle fünf Grundschulen der Stadt Staßfurt über jeweils einen Klassensatz der mobilen Endgeräte. Angeschafft wurden insgesamt 65 Tablets über das sogenannte Sonderausstattungsprogramm im Rahmen des „Digitalpakts Schule“ des Bundes.

Inzwischen sind die Tablets eingerichtet und mit einer entsprechenden Lern-App ausgestattet, die auch ohne Internetzugriff funktioniert. An der Uhlandschule werden die elektronischen Geräte schon rege im Unterricht eingesetzt. Schulleiterin Kathrin Hartmann berichtet im Gespräch mit dem Oberbürgermeister: „Die Kinder haben einen riesen Spaß im Umgang mit den Tablets. Die Lern-App ist toll und leicht in der Anwendung.“ Im Lehrerkollegium kümmern sich Petra Ring und Thomas Aue sehr engagiert um die neuen technischen Möglichkeiten. „Sie erklären anderen Kolleg*innen den Umgang damit und beantworten Fragen zur Handhabung. Dadurch klappt die Einführung problemlos“, freut sich Kathrin Hartmann. Aktuell läuft noch eine Probephase in den vierten Klassen. Perspektivisch sollen alle 250 Schüler*innen stundenweise mit den Tablets arbeiten können. „Wir erweitern den Einsatz der Tablets kontinuierlich auf alle Klassenstufen. Es gibt digitale Angebote für die Fächer Deutsch, Mathe, Sachkunde und Englisch“, erläutert die Schulleiterin.

Oberbürgermeister Sven Wagner war beeindruckt von der schnellen Integration der Tablets in den Unterricht. „Damit gelingt der Einstieg in ein digitales Lernumfeld. Es ist wichtig mit der Zeit zu gehen. So ziemlich jeder Haushalt verfügt bereits über ein digitales Endgerät. Und so ziemlich jeder Grundschüler hatte bestimmt schon einmal ein Tablet in der Hand. Die Geräte jetzt in den Unterricht einzubinden, ist sinnvoll und notwendig. Ich freue mich, dass den Grundschulen der Stadt dies so gut gelingt“, sagt Wagner.

 

Hinzu kommt weiterhin, dass die Stadt Staßfurt für die App auch eine sogenannte Schullizenz erworben hat. Das bedeutet, dass die Kinder im Falle einer erneuten Schulschließung, die Lern-App über ihre privaten Geräte auch von Zuhause aus nutzen können und die Lehrer ganz konkrete Aufgaben dort einstellen können. Für die Kinder in der Notbetreuung steht dann der Klassensatz Tablets zur Verfügung.

 „Das wünscht sich natürlich niemand und wir hoffen sehr, dass die Schulen geöffnet bleiben, aber mit den mobilen Geräten könnte die Aufgabenübermittlung komfortabler gestaltet werden. Es wäre für die Schüler*innen, die Eltern und die Lehrer*innen eine enorme Erleichterung“, so Kathrin Hartmann.

 

Über das Förderprogramm „Digitalpakt Schule“ werden demnächst auch alle Lehrer*innen der Grundschulen mit Laptops ausgestattet – insgesamt 42 Stück. Großzügig finanziell unterstützt der Bund zudem die Anschaffung von Whiteboards (digitalen Tafeln) und Beamern sowie die Herstellung von Netzwerktechnik, WLAN-Zugängen und den technischen Support von Administratoren. Die Anträge werden spätestens zum 30. Juni abgegeben. Die Förderung läuft bis Ende 2024. Das Fördervolumen (90 % der Investitionssumme) für die Stadt Staßfurt beträgt 355.000 Euro. Hinzu kommt ein Eigenanteil der Stadt in Höhe von 39.000 Euro.

Letzte Änderung am 11.03.2021, 15:54 Uhr

© Janine Sparmann

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